(de) FdA/IFA Gai Dào #60 - Der Schmerz, welchen ihr erlebt, ist unser Schmerz - die Wut, welche ihr fühlt, ist unsere Wut Von: Devrimci Anarchist Faaliyet - DAF (Revolutionäre anarchistische Aktion) / Übersetzunng: madalton

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Thu Dec 10 09:36:49 CET 2015


Am 13. November verloren in sieben verschiedenen Stadtteilen von Paris mehr als 150 
Menschen ihr Leben und zig andere wurden verletzt infolge von koordinierten Angriffen des 
IS mit Bomben und Gewehren. Die Mörderbande IS setzt ihre Morde außerhalb des Nahen Ostens 
und der Region Anatoliens fort. Das Massaker in Paris zeigt klar, dass der IS-Terror keine 
Grenzen kennt. ---- Wir fühlen das Massaker in Paris zutiefst mit und teilen eueren 
Schmerz. Wir durchlebten und durchleben immer noch die Angriffe des IS, der durch den 
Staat unterstützt wird. Von Sengal bis Kobane, von Pirsus (Suruç) bis Ankara: Wir haben 
viele Gefährt*innen und Freund*innen verloren. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die 
Massaker darauf abzielen, Angst, Misstrauen und Einsamkeit zu schüren. Unser Schmerz ist 
riesig und wächst jeden Tag mehr. In diesen Zeiten müssen wir die Solidarität ausweiten 
gegen die Mörder*innen, welche uns in Angst, Einsamkeit und Vereinzelung begraben wollen.

Wir sehen, dass die zeitgleichen Schritte des französischen Staates und
anderer Staaten zum Ziel haben, den Vorgang zu lenken. Wir wissen,
dass diesselben Strategien in unserer Region unter dem Namen "Kampf
gegen den Terror" durchgeführt worden sind. In dieser Atmosphäre des
Misstrauens haben die Menschen eine Psychologie der Angst, welche
von den ideologischen Maßnahmen des Staates gelenkt wird; die
staatliche Unterdrückung von Revolutionär*innen und staatliche Politik,
welche die Freiheit der Unterdrückten einschränkt, wird politisch
legitimiert werden; und die rassistischen Diskurse und Politiken werden
zunehmen. Die Staaten nutzen diese aussergewöhnlichen Zeiten für
ihre politischen, ökonomischen und sozialen Interessen.

Wir verstehen die Situation, in welcher die verschiedenen
Menschengruppen, die in Frankreich leben, gerade sind und in Zukunft
sein werden. Wir wissen um die Schwierigkeit, einerseits den Schmerz
der Verlorenen zu tragen und nebenbei gegen die faschistische
Mobilisierung in der Gesellschaft zu kämpfen, welche vom Staat
erzeugt worden ist. Wir betonen dies selbst unter diesen harten
Umständen: Der Kampf sollte gegen die Angst, den Staat und den
Faschismus gerichtet sein.

Der Schmerz, welchen ihr erlebt, ist unser Schmerz - die Wut, welche
ihr fühlt, ist unsere Wut - euer Kampf ist unser Kampf!


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