(de) FAU DIREKTE AKTION #216 – Zeit der Manifeste

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Wed May 8 09:58:01 CEST 2013


Der Widerstandskämpfer Stephané Hessel hat es vorgemacht: Mit „Empört euch!“ hat er ein 
streitbares, wenn auch gar nicht so radikales Manifest abgeliefert, dass sich binnen 
kürzester Zeit millionenfach verkaufte. Neben dem „Unsichtbaren Aufstand“ gilt es als eine 
der wichtigen inhaltlichen Grundlagen der sozialen Protestbewegungen in der Krise. ---- Es 
war kaum anders zu erwarten, Manifeste erleben seitdem eine Art Renaissance: Zahlreiche 
dünnseitige (und oft auch inhaltlich dünne) Pamphlete erschienen zu vergleichsweise 
geringem Preis, die Parolen – vernetzt euch, engagiert euch, organisiert euch… - wurden 
teilweise hohle Phrasen. Man muss sich angesichts dieser Dünnbuchwelle fragen, warum 
eigentlich die gute alte Broschüre – selbe Menge Inhalt, geringerer Preis – kein Revival 
feiert.

Nichtsdestotrotz: Ein aktuelles lesbares Manifest wäre etwas Tolles und Brauchbares. Auch 
aus anarchistischer Perspektive gibt es dazu Versuche. Anlässlich der zweiten 
Anarchistischen Buchmesse in Mannheim, bei der die Direkte Aktion als Medienpartner mit im 
Boot ist, präsentiert die Redaktion Hintergrund zwei solcher libertärer Manifeste, die 
ausdrücklich als Einladungen zur Diskussion geschrieben wurden und der Diskussion auch 
wert sind: Die libertäre Gesellschaft von Gerd Stange entwirft dabei eine utopische 
Gesellschaft von morgen, während sich Oskar Lubin in Triple A – Anarchismus, Aktivismus, 
Allianzen um eine Bestandsaufnahme und eine strategische Neuorientierung bemüht.

Redaktion Hintergrund


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