(de) [A-Laden Berlin] ALEx-Termine Mai 2009

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Mon Apr 27 15:54:02 CEST 2009


[Programm unten] ---- Das A-Laden Kollektiv trauert um seinen Freund
und Genossen Uli Melcher, der Mitte Dezember 2007 plötzlich und
unerwartet verstorben ist. Uli war der Designer und Administrator
unserer Wwweb-Seiten  www.a-laden.org  und www.terminator-berlin.tk
(TerminAtor z.Zt. down). Uli stand, immer zu einem Scherz und Lachen
aufgelegt, auf der richtigen Seite der Barrikade für die mögliche
andere und freie Welt. - "Ein Lachen wird es sein, das SIE beerdigt."
Wir vermissen dich, alter Freund!

Die auf Ulis Tod zurückzuführenden, leider noch anhaltenden
Unzulänglichkeiten der websites bitten wir daher zu entschuldigen! Das
Problem ist in Bearbeitung. Es dauert ehrenamtlich halt seine Zeit ...
Person_A_lmangel ... G.E.L.D. ...
Unsere Termine findet ihr neben dem Stressi -  www.squat.net/stressfaktor
auch auf  mySpace:  http://www.myspace.com/aladenberlin  und
www.venyoo.de  sowie in Programmzeitschriften und Zeitungen. Und natürlich
auf der BAIZ-site  www.baiz.info

Das System macht keine Fehler - es IST der Fehler!


ALEx-MAI-PROGRAMM 2009 im BAIZ

Alle ALEx-Veranstaltungen in der Kulturschankwirtschaft BAIZ
(Ecke Tor/Christinenstr., Nähe U Rosa-Luxemburg-Platz - www.baiz.info)
Eintritt frei - Spenden erwünscht.


Freie Kultur Aktion e.V. / ALEx (A-Laden im Exil) presents:

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Mittwoch, 13. MAI 2009 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Der Anarchismus in Spanien vor 1936 – Motor emanzipatorischer sozialer und
kultureller Bewegungen

Mittwoch, 27. MAI 2009 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Die lange Hoffnung - FILM mit Augustin Souchy und Clara Thalmann

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Mittwoch, 13. MAI 2009 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Der Anarchismus in Spanien vor 1936 – Motor emanzipatorischer sozialer und
kultureller Bewegungen
Vortrag und Diskussion.

Als Ende des 19. Jahrhunderts Paul Lafargue, der Schwiegersohn von Karl
Marx, nach Spanien kam, war die Saat des Anarchismus in der Arbeiterklasse
längst gekeimt. Der italienische Anarchist Guiseppe Fanelli hatte auf
Anregung Bakunins für die „Internationale Arbeiter Association“ das
anarchistische  Gedankengut nach Spanien getragen, wo seine feurigen Reden
auf fruchtbaren Boden fielen.
In der Folgezeit waren kommunistisch-kollektivistische anarchistische
Strömungen ein wesentlicher Motor innerhalb der emanzipatorischen sozialen
und kulturellen Bewegungen auf der Iberischen Halbinsel – sowohl bezüglich
der Bildung und Alternativpädagogik, Sexualaufklärung als auch innerhalb
der Organisation des Gewerkschaftswesens.
Anhand von einzelnen Fallbeispielen wie dem des libertären Pädagogen
Francisco Ferrer (1859-1909) und dem der Gruppe „Mujeres  Libres“, die
sich für die Befreiung der Geschlechter einsetzte, präsentiert der
Politikwissenschaftler Maurice Schuhmann einen pointierten Einblick in die
Geschichte und Bedeutung des spanischen Anarchismus für emanzipatorische
Bestrebungen vor dem Spanischen Bürgerkrieg.


Mittwoch, 27. MAI 2009 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Die lange Hoffnung - FILM mit Augustin Souchy und Clara Thalmann

Der Film beginnt, wo andere über die Geschichte des Spanischen
Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Denn zum ersten Mal erhielten deutsche
FilmemacherInnen die Erlaubnis, in Spanien Aufnahmen zu machen. Sechs
Wochen lang begleiteten sie Clara Thalmann und Augustin Souchy in die
Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen
gegen Franco-Hitler-Mussolini und an einem beispiellosen sozialen
Experiment teilgenommen haben: Bauern, Taglöhner, Handwerker und Arbeiter
kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige
Staatsaktion, sondern tatsächlich eine Revolution von unten, ausgelöst von
AnarchosyndikalistInnen und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit etwa zwei
Millionen Mitgliedern eine bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte.
Clara und Augustin, alt geworden, aber jung im Herzen, treffen sich zu
dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide
Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen. Und doch verkörpern beide ein
Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die
nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischen Bewegungen
heute. So ist die Geschichte des Videofilms im doppelten Sinn Geschichte:
zwei alte Libertäre suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen
Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben ein Spanien, in dem diese
Geschichte unterschlagen wird. Eine Reise hat ihre eigene Dynamik:
Zufällige Begegnungen entstehen, längst Verschüttetes wird hochgespült,
und feste Einschätzungen werden mit einer anderen Realität konfrontiert.
Ihre Erfahrungen und ihre Lebendigkeit sind hier festgehalten - über den
Tod hinaus.

http://www.youtube.com/watch?v=lm4tHsG2uzw

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Der A-Laden in der Brunnenstr.7 am [U] Rosenthaler Platz ist jeden
Donnerstag von 18-22 Uhr mindestens geöffnet. Weitere Termine nach
Absprache. ReferentInnen können angefragt werden.
Tel. 030-228 052 37 (AB)
a-laden [AT] free.de


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