(de) Ein Ausweg aus der Krise?

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Tue Apr 21 10:01:28 CEST 2009


Die Krise heisst Kapitalismus und ist international. Deshalb muß auch
international der Widerstand gegen die sogenannte Wirtschafts- und
Finanzkrise, die mensch auch "Umverteilung von Unten nach Oben" nennen
könnte, koordiniert werden.

Wir als Anarchist_innen lehnen die Finanzwirtschaft und jedes auf
Geldwerten basierende System generell ab,trotzdem sehen wir uns als
Mitglieder der Arbeiterklasse am direktesten betroffen von der
sogenannten Finanzkrise.Wir sind es, die immer weniger Geld für das
Notwendigste wie Essen, Kleidung etc. haben, alles was den Geist
erfreut wie kulturelles Leben ist kaum mehr möglich, da wir es uns
schlichtweg nicht leisten können (oder dürfen?) glücklich zu sein.Alle
Menschen der unteren Schicht,die Armen,die Arbeitslosen und alle
Unterdrückten hatten schon vor dieser Krise ein Leben wie ein Hamster
im Laufrad, doch durch die absehbaren Konsequenzen, die nun auf uns
zukommen, ist endgültig der Punkt erreicht, an dem jede_r versteht,
dass es Zeit ist, uns von den Ketten zu befreien! Raus aus dem
Laufrad! Wir wollen endlich ein menschenwürdiges Leben! Diese Krise
ist unsere Chance endlich den Kapitalismus in die Knie zu zwingen mit
der Solidarität innerhalb unserer Klasse.Wir haben die Möglichkeit die
Produktion neu zu organisieren, fair und gleich für alle.Es ist Zeit
für den sozialen Generalstreik, in dem alle Arbeiter solidarisch die
Produktionsmittel an sich reissen.



Die Antwort auf die "Krise von Oben" ist der "Angriff von Unten"!

So gibt es am 30.März (Montag) einen Generalstreik in Irland. Bereits
Mitte Februar demonstrierten schon "120.000 Arbeiter_Innen durch
Dublin"*.
Anfang April (nächste Woche) soll es gegen den G-20 Gipfel in London
riesige Proteste geben. Es mobilisieren bereits Anarchist_Innen,
Öko-Aktivist_Innen, Kriegsgegner_Innen vom "Stop War Coalition",
Gewerkschaften, Muslimische Verbände, Heilsarmee usw.usf. Es gibt dort
auch einen sozialen Gegengipfel.

Am Wochenende danach findet in Straßburg der NATO-Gipfel statt,zu dem
ebenfalls massive Proteste erwartet werden.

Letztlich werden diese Proteste allesamt keine wesentlichen
Verbesserungen für uns herausholen, sondern können nur ein Anfang
sein.

*Workers Solidarity Movement (http://www.wsm.ie/story/5185)

Der "Soziale Generalstreik"

Streiks in Deutschland werden meist ökonomistisch geführt, das heisst
um Verbesserungen der Lohnarbeit (mehr Geld, Arbeitsschutz, gegen
Entlassungen).

Abseits des Ökonomismus gibt es auch politische Streiks, zur
Durchsetzung bestimmter Ziele oder Forderungen.

Der Generalstreik ist in Deutschland verboten, genauso wie der
"politische Streik". Letztlich greift so ein Streik ja auch alle
bestehenden Institutionen an (also den Status Quo), da ein "normales
Leben" nun nicht mehr möglich scheint. Die Herrschenden können nicht
mehr so wie sie wollen, und die Unterdrückten nicht mehr so wie sie
müssen. Deshalb müssen alle Unterdrückten in Solidarität zueinander
das Leben selbst in die Hand nehmen und selbstorganisieren. Ein gut
organisierter "Generalstreik" bringt schließlich das ganze
"öffentliche Leben" zum Erliegen, setzt dafür aber ein hohes
Bewusstsein der Bevölkerung und die Unterstützung nicht nur der
gesamten Werktätigen Bevölkerung voraus.

Der Soziale Generalstreik in deutschsprachiger Abgrenzung zum
allgemeinen Generalstreik ist eine circa hundert Jahre alte Konzeption
der "internationalen Arbeiterbewegung", eine relativ friedliche
Umwälzung der Gesellschaft weltweit vorzunehmen. So sind bei einem
solchen Streik auch alle Mieter_Innen eingeladen ihre Miete nicht zu
bezahlen und ihre Häuser selbst zu verwalten.

Der "Soziale Generalstreik" kann deshalb als die Einleitung zur
"Sozialen Revolution" oder als die ökonomische Seite derselben
betrachtet werden. Denn er bedeutet die Inbetriebnahme des gesamten
Produktionsapparates durch die "Selbstorganisation der Arbeiter_Innen"
und schafft das "Privateigentum an Produktionsmitteln" ab.



Anarchie ist...

eine herrschaftsfreie Gesellschaft, in der die Produktion
dezentral,förderalistisch,lokal und in freier Zusammenarbeit
organisiert ist.Das heisst die Menschen gestalten ihre
gesellschaftlich notwendige Arbeit nach ihren Bedürfnissen,ohne
Arbeitszwang,da ohne Profitorientierung weit weniger produziert werden
muss.Es wird genug für alle da sein, da alles solidarisch in Absprache
hergestellt und verteilt wird.Somit ist Geld überflüssig.

Klassenkampf von unten statt Krise von oben!
Selbstorganisation statt Fremdbestimmung!
Anarchistischer Freiheitskampf statt kapitalistischer Verwertungslogik!


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