(de) ALEx-Programm Februar 2008 (A-Laden im Exil) - F.K.A. e.V.

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Sun Jan 27 20:15:19 CET 2008


Das A-Laden Kollektiv trauert um seinen Freund und Genossen Uli Melcher, der 
Mitte Dezember 2007 plötzlich und unerwartet verstorben ist. Uli war der 
Designer und Administrator unserer Wwweb-Seiten www.a-laden.org und 
www.terminator-berlin.tk (zeitweise Unzulänglichkeiten der sites bitten wir 
daher zu entschuldigen!). --- Uli stand, immer zu einem Scherz und Lachen 
aufgelegt, auf der richtigen Seite der Barrikade für die mögliche andere und 
freie Welt. - "Ein Lachen wird es sein, das SIE beerdigt." ---- Wir vermissen 
dich, alter Freund!  ---- ALEx-FEBRUAR-PROGRAMM 2008 im BAIZ ---- Alle 
ALEx-Veranstaltungen in der Kulturschankwirtschaft BAIZ (Ecke 
Tor/Christinenstr., Nähe U Rosa-Luxemburg-Platz - www.baiz.info) Eintritt frei - 
Spenden erwünscht.

Das Progamm findet im Februar 2008 abweichend von den üblichen Terminen
statt. Ausführliche Adressen etc. und Informationen zum 20 Jahre
Jubiläums-Projekt A-Laden siehe ganz unten. Im Mai 2008 ist aus diesem
Anlaß ein libertäres Kulturfest geplant.


Freie Kultur Aktion e.V. / ALEx (A-Laden im Exil) presents:

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Mittwoch, 20. Februar 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Strike Bike - Eine erfolgreiche anarchosyndikalistische Kampagne 2007.
Vortrag und Diskussion

Mittwoch, 27. Februar 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Anarchistische Gruppen in Berlin seit 1945. Vortrag und Diskussion -
Zweiter Teil: ab 1980

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Mittwoch, 20. Februar 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Strike Bike - Eine erfolgreiche anarchosyndikalistische Kampagne 2007.
Vortrag und Diskussion

Als im Sommer 2007 zum Erstaunen nicht weniger in Nordhausen von den
kündigungsbedrohten Beschäftigten die Fahrradfabrik besetzt wurde, zeigte
sich bald die völlige Unfähigkeit der etablierten Gewerkschaften mit der
Situation umzugehen. Statt Unterstützung wurden die Streikenden stehen
gelassen wie Sauerbier. In dieser Situation ergriff die kleine
anarchosyndikalistische Gewerkschaft F.A.U. / I.A.A. die Initiative und
überzeugte die BesetzerInnen davon, die Produktion testweise auf eigene
Rechnung fortzusetzen. In kurzer Zeit wurde durch eine internationale
Solidaritätsbewegung ein Bestellvolumen von 1.800 knallroten
"Strike-Bikes" realisiert, das eine Woche Produktion mit gesichertem
Absatz ermöglichte. Nach Abschluß der Aktion hätten noch weiter Räder
produziert werden können, so viel Bestellungen liefen ein. Die Lage ließ
aber keine Weiterproduktion zu, waren doch im regulären Betrieb täglich
1.000 Räder gefertigt worden. Aber ein Teil der ArbeiterInnen hat aus der
Strike-Bike-Aktion gelernt, daß es möglich ist auch selbst und
eigenverantwortlich etwas auf die Beine zu stellen. Das Gelände ist
inzwischen verlassen, aber es gibt Überlegungen in einer Gruppe ehemaliger
Beschäftigter, ob nicht doch was geht ...


Mittwoch, 27. Februar 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Anarchistische Gruppen in Berlin seit 1945. Vortrag und Diskussion -
Zweiter Teil: ab 1980

Die 1980er Jahre waren -nicht nur in Berlin- geprägt von der
aktionsfreudigen europäischen HausbesetzerInnenbewegung und den mit ihr
verknüpften anderen sog. Neuen Sozialen Bewegungen wie "Startbahn West"
Ffm., WAA Wackersdorf, Anti-Nachrüstung u.v.a.m.. Anarchistische Gruppen
und Ideen faßten erstmals breiter in der Gesellschaft fuß, weil sich
AnarchistInnen ohne Führungsanspruch im ganzen Spektrum des Widerstands
gegen staatliche und kapitalistische Zyne und Willkürherrschaft
engagierten und den Widerstand libertär mitentwickelten. Ein anderer,
dezentraler Stil Politik wurde in breiten Kreisen nicht nur der Jugend
konsensfähig. Als Ableger des Anarchismus (sowie in einer Nebenlinie
inspiriert von der ital. Autonomia Operaia) und der 68er Antiautoritären
entstand die eher unspezifische autonome Bewegung.  In diesem
Spannungsfeld agierte eine aufstrebende anarchistische Szene in Berlin,
die sich 1989 mit relevanten Teilen der DDR-Opposition zusammenklinkte.
Radikal, Der Blues, Libertäres Forum, Rhizom-Kollektiv, TUWAT, AStI &
A-Laden, Café Untergrund, Café El Locco, Kubat-Dreieck, Umweltbibliothek,
Schwarze Tage, Libertärer Jahrmarkt, FREIe HEIDe, Anti-Tunnel-GmbH,
Mainzer Straße etc. sind nur ein paar unvollständige Stichworte die neben
den anarchistischen Verlagen Berlins die libertäre Kultur markieren, die
bis zur Jahrtausendwende in Berlin entstand.
R at lf G. Landmesser, seit 1980 in Bärlin, von 1983-2000 Herausgeber des
"Schwarzroten KALENDA" erzählt zusammen mit ZeitzeugInnen aus dem
Nähkästchen und diskutiert mit Euch wo's lang geht.


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Der A-Laden in der Brunnenstr.7 am [U] Rosenthaler Platz ist jeden
Donnerstag von 18-22 Uhr mindestens geöffnet. Weitere Termine nach
Absprache.

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20 Jahre ANARCHISTISCHER LADEN BERLIN

-  s e i t   1 9 8 8  -

Gegründet im November 1987 von der Anarchistischen StudentInnen Initiative
(seit 1984), der Projekt A-Gruppe Berlin und freischwebenden
AnarchistInnen aus FAU, GWR und anderen Zusammenhängen.
Trägerin:  Freie Kultur Aktion e.V. (F.K.A. e.V.)
Finanzierung:  Seit 20 Jahren ausschließlich durch Spenden und freiwillige
Beiträge!

ACHTUNG!  Der A-Laden ist seit 11/2006 von Moabit nach Berlin-Mitte
umgezogen.

neue Postadresse:

A-LADEN / Freie Kultur Aktion e.V.
Brunnenstr. 7
D-10119 BERLIN(-Mitte)

Öffnungszeiten: jeden Donnerstag von 18:00 bis 22:00 Uhr (mindestens) und
nach Absprache

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Rosenthalter Platz (100 m) sowie diverse
Busse und Tram.

Telefon (O2homezone! = Festnetztarif)  0176-204 594 18
Bei O2-Anschlüssen und Festnetz können wir auch kostenlos zurückrufen!

www.A-Laden.org

A-Laden at free.de

KontoNr. 489 767 107
BLZ  100 100 10
Postbank Berlin
Freunde der direkten Aktion (FddA)

SEID REALISTISCH: FÖRDERT DAS UNMÖGLICHE! - Spendet was das Zeug hält!

(Die monatlichen Fixkosten des A-Ladens betragen z.Zt. 300 € !)

Der A-Laden soll in den kommenden Jahren zum modernen
anarchistisch-libertären Kompetenz- und Medienzentrum ausgebaut werden und
somit einer zeitgemäßen Aufgabe gerecht werden. Dafür fehlen bisher noch
die Mittel. Daher ist der Weg das Ziel und wir arbeiten perspektivisch
weiter.
Das Konzept der anarchistischen Dezentrale bleibt weiter in dem Sinn
aktuell, als der A-Laden sich als Knoten- und Vernetzungspunkt versteht,
der undogmatisch PROpagandistisch eine libertäre Lebensauffassung in die
Stadt Berlin, Umland und darüber hinaus ausstrahlen und die weitgehende
Unwissenheit über die Ideenwelt des politischen Anarchismus vermindern
soll.
Die räumlichen Gegebenheiten (jetzt 43 qm, ehemals 105 qm) geben eine
Funktion als auch libertärer Stadtteilladen nicht mehr her und das Konzept
des libertären Infoladens hat sich durch die neue gesellschaftliche
Kommunikationskultur größtenteils überlebt - nur sinnvolle Aspekte werden
weiterverfolgt. Auch unser umfangreiches Archiv wird einzudampfen sein
(u.a. durch Digitalisierung und Weitergabe). Daher besinnt sich der
Anarchistische Laden Berlin auf seine Kernkompetenzen und bietet
Informationen, Kontakte und ReferentInnen zu verschiedenen libertären
Themen an.
Monatlich finden mindestens zwei A-Laden-Veranstaltungen unter dem Label
"ALEx" (A-Laden im Exil) in der nahen Kulturschankwirtschaft BAIZ
(www.baiz.info) und z.T. anderswo statt. Seit 11/2006 ca. 25.
Zudem betreiben wir seit Jahren die anarchistische szenenübergreifende
Terminplattform "Das TerminAtor" für Berlin und Umland
(www.terminAtor-berlin.tk) - zur Zeit (12/07) leider wegen
Softwareproblemen under construction und wegen Geldmangel out of print.
Ebenfalls under construction aber in der alten Version noch online ist
www.A-Laden.org  die zu einem interaktiven A-Wiki ausgebaut werden soll.
Mit der direkten Nachbarschaft zu den Vereinsräumlichkeiten des
"Subversiv" im ehemals besetzten Hauskomplex und seinen 80 BewohnerInnen
fühlen wir uns gut aufgehoben und eingebunden in den erkämpften Freiraum
einer internationalen alternativen Gemeinschaft.
Der A-Laden hält, zum Teil engen, Kontakt zu den weitaus meisten anderen
libertären Gruppen Berlins.


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