(de) Berlin: ALEx-Programm für März 2008

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Thu Feb 21 18:25:11 CET 2008


Das A-Laden Kollektiv trauert um seinen Freund und Genossen Uli Melcher, 
der Mitte Dezember 2007 plötzlich und unerwartet verstorben ist. Uli war 
der Designer und Administrator unserer Wwweb-Seiten www.a-laden.org  und 
www.terminator-berlin.tk (zeitweise Unzulänglichkeiten der sites bitten 
wir daher bis auf weiteres zu entschuldigen!). ---- Uli stand, immer zu 
einem Scherz und Lachen aufgelegt, auf der richtigen Seite der Barrikade 
für die mögliche andere und freie Welt. - "Ein Lachen wird es sein, das 
SIE beerdigt." ---- Wir vermissen dich, alter Freund!  ---- 
ALEx-MÄRZ-PROGRAMM 2008 im BAIZ ----
Alle ALEx-Veranstaltungen in der Kulturschankwirtschaft BAIZ (Ecke 
Tor/Christinenstr., Nähe U Rosa-Luxemburg-Platz - www.baiz.info)
Eintritt frei - Spenden erwünscht.


Freie Kultur Aktion e.V. / ALEx (A-Laden im Exil) presents:

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Mittwoch, 12. März 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Küche, Kinder, Kommunismus - Der Syndikalistische Frauenbund.
Buchvorstellung und Diskussion

Mittwoch, 26. März 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Abopa: Lustiges - Lyrisches - Lehrreiches. R at lf liest bekannte und
unbekanntere Anarchistinnen

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Mittwoch, 12. März 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Küche, Kinder, Kommunismus - Der Syndikalistische Frauenbund.
Buchvorstellung und Diskussion

Eine Neuerscheinung des Jahres 2007, "Der Syndikalistische Frauenbund" im
Unrast Verlag Münster, schließt eine Lücke in der Dokumentation
anarchistischer Geschichte Deutschlands. Erstmalig werden hier
Originalmaterialien vor- und zusammengestellt, die ein umfassenderes Bild
der Frauenorganisation der F.A.U.D., der anarchosyndikalistischen "Freie
Arbeiter Union Deutschlands" bis 1933ff - Teil der noch heute
existierenden "Internationale Arbeiter Assoziation", ermöglichen. Milly
Witkop-Rocker, Herta Barwich, Aimée Köster und andere Frauen des SFB
kommen zu Wort. Ein Bild einer revolutionären und selbstbewußten
libertären Frauenorganisation entsteht, die fest im meist proletarischen
Alltag verwurzelt ist und jenseits greller Soufragettenkostümierung
versucht, die männerdominierte Gesellschaft auch durch Politisierung des
häuslichen Reproduktionsbereichs radikal zu ändern - u.a. durch
Organisierung der Hausfrauen im SFB. Rezepte und Kleidermode werden bewußt
in den Publikationen der anarchasyndikalistischen Presse ebensowenig
ausgelassen, wie Frauenrechte und -organisation, Lohnarbeit, Religion,
Geschlechterfragen, Kindererziehung, alternative Lebensformen und
-möglichkeiten, Antisemitismus und vieles andere mehr. Männer werden nicht
nur als Problem gesehen, sondern als notwendige Bündnispartner und
Kameraden im revolutionären Veränderungsprozess zum libertären
Kommunismus.


Mittwoch, 26. März 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:

Abopa: Lustiges - Lyrisches - Lehrreiches. R at lf liest bekannte und
unbekanntere AnarchistInnen.

Anarchistische Literatur füllt mehr als ein Regal. Die wenigsten kennen
sie als solche, oder wenn sie die AutorInnen kennen, wissen sie nicht, daß
diese ein anarchistisches Selbstverständnis hatten/haben - oder sich
wenigstens zeitweise als AnarchistInnen verstanden bzw. dem Anarchismus
verbunden fühlten. Darunter sind nicht nur Namen die mensch selten kennt,
sondern viele illustre Namen der Weltliteratur wie B. Traven, Else
Lasker-Schüler, Hermann Hesse, Oskar Maria Graf, Michael Ende, Jaroslav
Hasek, Oskar Wilde, Mary Shelley, Bertrand Russell, Albert Camus, Ba Jin
oder die SF-Autorin Ursula K. LeGuin - um nur einige zu nennen. Daneben
gibt es aber auch Namen die bestenfalls Bibliophile kennen und von denen
noch weniger wissen, daß sie einen anarchistischen Hintergrund haben oder
hatten. Aber Schluß mit dem namedropping!
Ausgewählte Perlen dieser AutorInnen stellt Ralf G. Landmesser, selbst
Autor und Publizist, zu einem unterhaltsamen Abendprogramm mit
Aha-Effekten und Schwerpunkt Frauen zusammen und steht nach der Lesung zu
einem Gespräch zur Verfügung.


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Der A-Laden in der Brunnenstr.7 am [U] Rosenthaler Platz ist jeden
Donnerstag von 18-22 Uhr mindestens geöffnet. Weitere Termine nach
Absprache.

20 Jahre ANARCHISTISCHER LADEN BERLIN

Am 17. Mai 2008 ab 19 Uhr - "FIESTA A" in der Kulturfabrik Lehrter Straße
35 mit vielen bekannten libertären KünstlerInnen: Bands,
Einzelinterpreten, Lesungen, Filmen und DJanes zum chill out bis in die
Puppen. Eintritt 5 EURO
Genaues Programm wird noch angekündigt.

-  s e i t   1 9 8 8  -

Gegründet im November 1987 von der Anarchistischen StudentInnen Initiative
(seit 1984), der Projekt A-Gruppe Berlin und freischwebenden
AnarchistInnen aus FAU, GWR und anderen Zusammenhängen.
Erster Öffnungstag: 1. Mai 1988 in der Rathenower Str. 22 in Berlin-Moabit
(Nähe jetziger Hbf. und Siegessäule).
Trägerin:  Freie Kultur Aktion e.V. (F.K.A. e.V.)
Finanzierung:  Seit 20 Jahren ausschließlich durch Spenden und freiwillige
Beiträge!

ACHTUNG!  Der A-Laden ist seit 11/2006 von Moabit nach Berlin-Mitte
umgezogen.

neue Postadresse:

A-LADEN / Freie Kultur Aktion e.V.
Brunnenstr. 7
D-10119 BERLIN(-Mitte)

Öffnungszeiten: jeden Donnerstag von 18:00 bis 22:00 Uhr (mindestens) und
nach Absprache

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Rosenthalter Platz (100 m) sowie diverse
Busse und Tram.

Telefon (O2homezone! = Festnetztarif)  0176-204 594 18
Bei O2-Anschlüssen und Festnetz können wir auch kostenlos zurückrufen!

www.A-Laden.org

A-Laden at free.de

KontoNr. 489 767 107
BLZ  100 100 10
Postbank Berlin
Freunde der direkten Aktion (FddA)

SEID REALISTISCH: FÖRDERT DAS UNMÖGLICHE! - Spendet was das Zeug hält!

(Die monatlichen Fixkosten des A-Ladens betragen z.Zt. 300 € !)

Der A-Laden soll in den kommenden Jahren zum modernen
anarchistisch-libertären Kompetenz- und Medienzentrum ausgebaut werden und
somit einer zeitgemäßen Aufgabe gerecht werden. Dafür fehlen bisher noch
die Mittel. Daher ist der Weg das Ziel und wir arbeiten perspektivisch
weiter.
Das Konzept der anarchistischen Dezentrale bleibt weiter in dem Sinn
aktuell, als der A-Laden sich als Knoten- und Vernetzungspunkt versteht,
der undogmatisch PROpagandistisch eine libertäre Lebensauffassung in die
Stadt Berlin, Umland und darüber hinaus ausstrahlen und die weitgehende
Unwissenheit über die Ideenwelt des politischen Anarchismus vermindern
soll.

Die räumlichen Möglichkeiten (jetzt 43 qm, ehemals 105 qm) geben eine
Funktion als auch libertärer Stadtteilladen nicht mehr her und das Konzept
des libertären Infoladens hat sich durch die neue gesellschaftliche
Kommunikationskultur größtenteils überlebt - nur sinnvolle Aspekte werden
weiterverfolgt. Auch unser umfangreiches Archiv wird einzudampfen sein
(u.a. durch Digitalisierung und Weitergabe). Daher besinnt sich der
Anarchistische Laden Berlin auf seine Kernkompetenzen und bietet
Informationen, Kontakte und ReferentInnen zu verschiedenen libertären
Themen an.

Monatlich finden mindestens zwei A-Laden-Veranstaltungen unter dem Label
"ALEx" (A-Laden im Exil) in der nahen Kulturschankwirtschaft BAIZ
(www.baiz.info) und z.T. anderswo statt. Seit 11/2006 ca. 25.
Zudem betreiben wir seit Jahren die anarchistische szenenübergreifende
Terminplattform "Das TerminAtor" für Berlin und Umland
(www.terminAtor-berlin.tk) - zur Zeit (12/07) leider wegen
Softwareproblemen under construction und wegen Geldmangel out of print.
Ebenfalls under construction aber in der alten Version noch online ist
www.A-Laden.org  die zu einem interaktiven A-Wiki ausgebaut werden soll.

Mit der direkten Nachbarschaft zu den Vereinsräumlichkeiten des
"Subversiv" im ehemals besetzten Hauskomplex und seinen 80 BewohnerInnen
fühlen wir uns gut aufgehoben und eingebunden in den erkämpften Freiraum
einer internationalen alternativen Gemeinschaft.
Der A-Laden hält, zum Teil engen, Kontakt zu den weitaus meisten anderen
libertären Gruppen Berlins.


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