(de) Fauchthunrundmail 8.2.08

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Fri Feb 8 12:51:05 CET 2008


Fauchthunrundmail: 8.2.08 ---- 1. Erklärung: Aktion gegen 
Polizeirepression und Staatsschutz ---- 2. Fondueessen mit dem Antira 
Netzwerk in Zürich ---- 3. Solidarität mit dem Widerstand in Iran -Demo 
16.2.08 Bern ---- 4. Aktion gegen SIKO in München 3.2.08 ---- 
1.Erklärung: Aktion gegen Polizeirepression und Staatsschutz
Diese Erklärung haben wir per Mail erhalten:

Am 7. Februar 2008 haben wir das Kommissariat Ost, des Polizeidepartementes
an der Morgartenstrasse 30, in Zürich mit einer Rakete angegriffen.

Eine klitzekleine Antwort auf die Versuche des Staatsapparates, jeglichen
antikapitalistischen Widerstand gegen das Davoser KapitalistInnentreffen 
WEF
mit nachrichtendienstlichen, polizeilichen und militärischen Mitteln von
vorneherein zu verhindern.

Die gegenwärtige Finanzkrise hat den "Geist von Davos" in Angst und
Schrecken versetzt. Dass eine gigantische Geldmaschine wie die UBS ins
Stottern kommt und schon jetzt mehr Geld abschreiben muss, wie die ganze
NEAT kostet, ist nur die Spitze des Eisbergs. Darunter wird für alle
sichtbar, dass der Kapitalismus seit vielen Jahren in einer tiefen
wirtschaftlichen und politischen Krise steckt. Es ist das schleichende 
Gift,
gegen dessen zersetzende Wirkung auch in Davos keine Rezeptur gefunden
wurde. Die alten sozialen Fangnetze sind längst löchrig geworden. Die
Schuldzuweisungen gegen "Scheininvalide" und "Sozialmissbraucher" sollen 
von
den wahren Ursachen ablenken, die im Kapitalismus selbst stecken. Wo das
nicht greift, bleibt nur die Verschäftung der präventiven und zuschlagenden
Repression.

Das zeigt sich in den national koordinierten Massnahmen für ein
"störungsfreies" WEF. Vorfeldobservationen, Präventivhaft,
polizeilich-militärische Besetzung ganzer Städte, wie Bern, Zürich und
Basel, sollten verhindern, dass der bestehende Widerstand gegen das
KapitalistInnentreffen sichtbar wird.

In Zürich wurde die für die EURO 08 im Aufbau sich befindliche neue
Führungsstruktur des Polizeikommandos eingesetzt. Dazu gehört eine neue
Einsatzzentrale mit den neuesten technischen Errungenschaften, wie ein
grosses Lagezentrum. Dieses soll in ständigem Kontakt zum Lagezentrum des
Bundes stehen (dem DAP, etc).

Im Vorfeld grosser Anlässe, wie dem WEF oder dem 1. Mai, bereitet hingegen
das APE (Analyse, Planung, Einsatzunterstützung) der Abteilung "Zentrale
Dienste" alle relevanten Informationen auf und unterstützt ganz konkret vor
Ort die Einsatzleitung operativ wie personell. Die Vorfeldobservationen
gehen auf ihr Konto!

Die neue Führungsstruktur wird hautpsächlich von den Kommissariaten Mobil
Ost und APE bedient. Die Führungskräfte im Sonderstab EURO 08 sind u.a.
ehemalige Nachrichtendienstler des berüchtigten KK III, z.B. Willi
Schaffner, der für die Nachrichtenbeschaffung und die Prävention
verantwortlich ist. Beni Brack ist für die Abteilung "Aufklärung / Späher"
zuständig und der SVP-Freund Hanspeter Fäh hat den Stab "Führung,
Koordination und Sonderlagen" unter sich. Chef des Sonderstabes hingegen 
ist
André Beck, Chef der Abteilung "Spezial", wo die Interventionseinheit
(Antiterroreinheit) der Stapo Zürich untergebracht ist.

Trotzdem gelang es diesem Gruselkabinett nicht, Aktionen, Mobilisierungen
und militante Aktionen zu verhindern. In Bern konnte die Strasse
selbstbestimmt genommen werden. In Zürich musste ein äusserst harten 
Einsatz
herhalten, um die Demo am Schluss in Bedrängnis zu bringen. In Basel wurde
einfach alles eingepackt, was wie Widerstand aussah, auch eine Gruppe
tschechischer ArchitekturstudentInnen oder Grossrat-Kids beim Shoppen. Das
zeigt, dass der Nachrichtendienst doch immer wieder im Dunkeln tappt.

Dagegen antworten wir auf unsere Art. Ein kleiner Beitrag für die Tatsache,
dsas sich der Widerstand trotz Repression nicht niederwalzen lässt. Wir
kommen wieder!

Das WEF ist überall!
Das Kapital ist angreifbar!!
Für eine revolutionäre Perspektive!!!

2.Fondueessen mit dem Antira Netzwerk in Zürich
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Wir vom "Antirassistischen Netzwerk" und der "Bleiberechts"-Kampagne
möchten euch ganz herzlich zum *Fondue-Essen* einladen.
Endlich mal keine Einladung für eine Sitzung oder Aktion, sonder
einfach zu einem gemütlichen Beisammensein. Falls am Ende des Abends
etwas mehr Geld in der Kasse ist als zuvor, so soll es uns recht sein,
denn das Flüchtlingscafé hat es bitter nötig!

Erzählt es weiter und nehmt eure Freundinnen und Freunde,
WG-Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, Kolleginnen und Kollegen,
Genossinnen und Genossen, und und und mit!!!
Wir freuen UNS, bis dann!
Mit solidarischen Grüssen
das Antirassistische Netzwerk

ps. Bitte meldet Euch an, damit wir besser planen können. Danke!
***************************************************
*Wann:* 22. Februar 2008 um 19:00 Uhr

*Wo:* Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, 8004 Zürich, im Hinterhof,
mit Bus Nr. 32 bis
Kanonengasse, www.kasama.ch

*Anmeldung:*
Ja ich/wir komme/n:____________________________________________
Anzahl Personen:_________
senden an: Bleiberecht für alle, c/o Kasama, Postfach 1758, 8026
Zürich oder per mail an
antirassistisches.netzwerk at immerda.ch

3. Solidarität mit dem Widerstand in Iran -Demo 16.2.08 Bern
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AUFRUF

Internationaler Aktionstag der Exil-IranerInnen
gegen die Islamische Republik Iran

Der 16. Februar ist der internationale Aktionstag gegen das
islamische Regime in Teheran und für die Freiheit der gefangenen,
iranischen StudentInnen. Dieser Tag wurde von den iranischen
StudentInnen aller Universitäten ausgerufen. Wir erheben unsere
Stimme gegen das 29 Jahre andauernde, verbrecherische Regime,
indem wir den Widerstand in unserem Heimatland auch im Exil
unterstützen.
Wir verlangen die sofortige Freilassung alles inhaftierten
StudentInnen und ArbeiterInnen und die Freiheit für alle
politischen
Gefangenen im Iran.


- Freiheit für alle politisch aktiven StudentInnen und
ArbeiterInnen
- Solidarität und Unterstützung der politischen Gefangenen
- Solidarität mit den sozialen Kämpfe der Frauen, ArbeiterInnen
und
StudentInnen
- Beteiligt auch am Aktionstag gegen 29 Jahre Verbrechen und
Unterdrückung durch das Mullah-Regime des Irans

Täglich wurden und werden Menschen, die für Demokratie, Freiheit,
eine Zivilgesellschaft, einen Rechtsstaat und soziale
Gerechtigkeit
kämpfen, von der iranischen Regierung verfolgt und ins Gefängnis
geworfen.

Zum Gedenken an den Kampf der StudentInnen-Bewegung und als
Zeichen des ungebrochenen Widerstands gegen die diktatorische, religiös-
faschistische Islamische Republik Iran findet am 16. Februar 2008
eine Demonstration und Protestaktion vor der iranischen Botschaft
in Bern statt.

Die iranische Bevölkerung ist auf Unterstützung von uns allen
angewiesen. Kommt und setzt mit euer Solidarität und Präsenz ein
Zeichen!!

Hand in Hand mit allen demokratischen Kräften wollen wir aufstehen

Samstag, 16. Feburar 2008, 10:30 Uhr
Besammlung am Helvetiaplatz in Bern

Demokratische Vereinigung für Flüchtlinge (DVF)
International Federation of Iranian Refugees Iran (IFIR)

4. Aktion gegen SIKO in München 3.2.08
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Die Tage kursiert an verschieden Orten in Müünchen ein Schreiben das
sich zu kreativen Anti-Kriegsaktionen bekennt.

2006 gab es eine Strassenumbenennungsaktion gegen die Von-Trotha-Str.
Diese Aktion erregte damals viel Medienresonanz (
http://www.de.indymedia.org/2006/02/137733.shtml). Hans Podiuk,
Szadratsvorsitzender hetzte damals in gravierender Art und Weise und
machte aus zwei Dutzend gesprühten Parolen und abgeschraubten
Straßenscholdern "Gewaltexzesse", die es bisher in diesem
Ausmaß in Trudering noch nicht gegeben habe. Außerdem sprach er von
"Terrorakten".

Im vergangenen Jahr hetzte Horst Teltschik (Veranstalter der SIKO) im
Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk in offenbarte seine wirkliche
Haltung: "Es ist die Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine
Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch
Verantwortliche in einer Demokratie schützen muss. In Diktaturen würde
so etwas nicht passieren." Podiuk, der stellvertretende Fraktionschef
der Münchner Rathaus-CSU erdreistet sich auch noch, dies mit dem
"Druck" zu erklären, der auf dem Organisator der Sicherheits-Konferenz
laste, weil er von "Gewalttätern" angegriffen werde, "die bis in den
linksradikalen Bereich hinein" reichen.

Nun scheint es Podiuk im Vorfeld der SIKO 2008 selbst getroffen zu
haben. In einem in München kursierenden Schreiben von "Autonomen in
Bewegung" kann folgendes gelesen werden:

" In der Nacht vom 3.2.2008 haben wir die Karl v. Gravenreuth-Str. in
Frantz Fanon Str. umbenannt: Damit ersetzen wir den Namen eines
kolonialistischen Mörders durch den Namen eines Theoretikers der
Befreiung.

Karl von Gravenreuth war ab 1878 Leutnant der bayerischen Armee.
Zwischen 1885 und 1888 arbeitete er für die "Deutsch-Ostafrikanische
Gesellschaft" im heutigen Tansania und fungierte dort zeitweise als
stellvertretender Reichskommissar für das deutsche Kolonialregime.
Die extrem brutale Ausbeutung durch die Deutsch-Ostafrikanische
Gesellschaft führte zu Aufständen verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Bei der Niederschlagung der Aufstände durch die Wissmanntruppe waren
öffentliche Hinrichtungen und die Zerstörung ganzer Ortschaften an der
Tagesordnung. Gravenreuth war als Chef der Wissmanntruppe massgeblich
daran beteiligt.
Danach baute er in Kamerun, zu dieser Zeit ebenfalls deutsche Kolonie,
eine paramilitärische Söldnertruppe auf. Dafüür kaufte er Sklaven. Mit
dieser Truppe brach er zu weiteren brutalen "Expeditionen" auf.

Zusätzlich haben wir das Haus des CSU-Stadtrats-Politikers Hans Podiuk
mit roter Farbe verschönert. Podiuk hatte eine autonome Umbenennung
der Von-Trotha-Str. (Interim 633) 2006 als Terrorismus bezeichnet.

Die gleichen, die dafür eintreten deutsche Kolonialverbrecher als
Helden zu verklären, sind es, die heute mit rassistischen Kampagnen
gegen jugendliche MigrantInnen Neonaziparteien wie Pro München & BIA
Steilvorlagen für den Wahlkampf liefern. Pro Mnchen machte
Postwurfsendungen gegen die Straßenumbenennung. Die BIA sprang auf
Josef Schmids Kampagne füür die Abschiebung jugendlicher
"StraftäterInnen" auf und erlangte ebenfalls weit mehr Unterschriften
als zur Zulassung fr die Kommunalwahl nötig sind.

Ein radikales Eintreten gegen die Glorifizierung der
Kolonialgeschichte impliziert heute auch eine aktive Intervention
gegen den neuen Imperialismus der NATO Staaten: Deshalb haben wir auch
die Parole "SIKO angreifen" hinterlassen.

Podiuk halt?s Maul!

Gemeinsam gegen Krieg & Rassismus!

Autonome in Bewegung"





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