(de) [FAU Berlin] PRESSEMITTEILUNG: Weitere Proteste der FAU Lokalföderation Berlin gegen Entlassungen und Missstände bei der ZIM gGmbH

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Mon Dec 1 19:35:00 CET 2008


PRESSEMITTEILUNG DER FAU BERLIN, 1. Dezember 2008 ---- Betreff: Weitere
Proteste der FAU Lokalföderation Berlin gegen Entlassungen und
Missstände bei der ZIM gGmbH ---- Am 25.11.2008 protestierte die
Berliner FAU (Freie ArbeiterInnen-Union) gegen die Entlassung eines
ihrer Mitglieder bei der gemeinnützigen Beschäftigungs- und
Qualifizierungsgesellschaft mbH ZIM in Berlin-Reinickendorf. 20
Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich vor dem Arbeitslosencafé
der ZIM in der Antonienstrasse 68, um mit Flugblättern und Redebeiträgen
die Wiedereinstellung ihres Kollegen zu fordern.

Die Geschäftsführung der ZIM zeigt sich weiterhin unnachgiebig und
kommentiert die Vorwürfe nicht. Gegenüber dem Jobcenter und der Presse
ließ die ZIM allerdings verlautbaren, dass die von der FAU kritisierten
Sachverhalte nicht der Kündigungsgrund von Oliver W. gewesen seien, und
berief sich auf das Recht, in der Probezeit ohne Angabe von Gründen ihren
Mitarbeitern kündigen zu können.

Nach Informationen, die der FAU Berlin vorliegen, hat die ZIM
gGbmH direkt am vergangenen Montag, den 24.11.2008, eine (ebenfalls in der
Probezeit ausgesprochene) willkürliche Kündigung gegen eine Kollegin sowie
Abmahnungen gegen andere unbequeme Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zurückgezogen. Dass es sich hierbei um den Versuch handelt,
die aktuelle Lage in der ZIM nicht allzu sehr aus dem Ruder laufen zu
lassen, ist offensichtlich.

Lars Röhm von der FAU Berlin gab hierzu bekannt: "Es zeigt sich
eindeutig, dass bei der ZIM gGmbH mit zweierlei Maß gemessen wird: Um eine
aktive Solidarisierung mit einem gewerkschaftlich organisierten Kollegen
zu unterbinden, werden Repressalien gegen andere selbstbewusste
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Abgesehen davon, dass die
ZIM hierdurch die Willkür ihres Handelns offenlegt, verstärkt sich der
Eindruck, dass unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit lediglich
Geschäfte mit Arbeitslosen, 1-Euro-Jobbern und ABM-Kräften gemacht werden
sollen, indem ihre nahezu rechtlose Situation ausgenutzt wird."

Sollte sich die Geschäftsleitung der ZIM gGmbH gedacht haben, sich mit den
einen durch Zuckerbrot versöhnen und sich gleichzeitig
Gewerkschaftsmitglieder mit der Peitsche vom Leib halten zu können, irrt
sie. Die FAU Berlin gibt dazu folgendes bekannt:

1. Die FAU Berlin hält bedingungslos an der Forderung nach Rücknahme der
Kündigung gegen unser Mitglied Oliver W. fest.

2. Die FAU Berlin hält bedingungslos an der Forderung nach Verbesserung
des Arbeitsmaterials in den Werkstätten der ZIM fest.

3. Die FAU Berlin wird sich mit aller Macht für eine würde- und
respektvolle Behandlung von Arbeitslosen, sog. 1-Euro-Jobbern und
ABM-Kräften einsetzten. Gleichzeitig bekräftigt die FAU Berlin ihre
generelle Ablehnung jedweder Zwangsmaßnahmen zur angeblichen
Wiedereingliederung und Qualifizierung, die letztlich nur der Gängelung,
dem Lohndumping und der Geschäftemacherei mit dem Elend anderer dienen.

4. Die FAU Berlin kündigt hiermit an, so lange alle ihr zur Verfügung
stehenden gewerkschaftlichen Mittel auszuschöpfen, bis die oben
genannten Forderungen erfüllt sind.


Berlin, den 01.12.2008

Lokalföderation der FAU Berlin


Pressekontakt:
Lars Röhm
Tel.: 0160 - 965 848 35
email: faub5 [AT] fau.org

Kontakt zur FAU Berlin:
FAU Berlin
Straßburger Str. 38
10405 Berlin
Tel.: 030 - 287 00 804
Fax: 030 - 287 00 813
email: faub [AT] fau.org


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