(de) Berlin: BdF 5.10. - Arbeitsverweigerung als anarchistische Strategie

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Thu Sep 27 07:50:34 CEST 2007


Veranstaltung am Freitag, 5. Oktober 2007, 19:00 Uhr Gianluca Falanga: Befreiung 
von der Lohnarbeit Arbeitsverweigerung als anarchistische Strategie --- 
Lohnarbeit ist Zwang, selbst wenn sie einem gefällt. Die "Erpressung" von Arbeit 
im Namen der bürgerlichen Arbeitsmoral beherrscht weiterhin die Menschen - und 
zwar trotz der technologischen Entwicklung, die den Zusammenhang von materieller 
Produktion und menschlicher Arbeitsleistung inzwischen weitgehend aufgelöst hat: 
Immer mehr materieller Reichtum wird unter Verzicht auf menschliche Arbeit 
geschaffen. Automatisierung und mikroelektronische Revolution haben in den 
westlichen Gesellschaften einen Wandel herbeigeführt, der die strukturierende 
Funktion der Arbeit im Leben der Gesellschaft und in der Biografie jedes 
einzelnen Menschen in Frage stellt. Trotzdem werden wir vom Arbeits- und 
Leistungszwang nicht befreit.

Das emanzipatorische Ziel einer Gesellschaft, in der man leben darf, ohne
arbeiten zu müssen, hat viele Feinde - aus allen staatspolitischen Lagern:
"Wer nicht arbeitet", verlangen sie, "soll auch nicht essen."

Zeitgemäß wäre dagegen eine Kultur gegen die Lohnarbeit. Wir brauchen
keine Bewegung, die die Lohnarbeit verteidigt, sondern eine, die deren
Abschaffung anstrebt. Die italienische Geschichte der 1960er und 70er
Jahre kann dafür Ideen liefern. Damals forderte zuerst die Arbeiter-, dann
die Jugend- und Studentenbewegung von 1977 die Befreiung vom Zwang zur
Lohnarbeit - ein entscheidender Baustein für ihre Vision einer radikalen
Umwälzung der Gesellschaft. Arbeitsverweigerung galt ihnen als "Quelle der
Intelligenz, der Technologie und des Fortschritts." (Referat mit
Diskussion) (Eintritt frei)
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