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(de) wien syndikat: Protestbrief des WAS‘ an das WUK --- Der Kampf des FZ‘ gegen den WUK-Mietvertrag geht weiter!

Date Sat, 30 May 2020 07:52:36 +0300


Vor drei Monaten haben wir Euch berichtet, daß der Verein Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) in Erwägung zieht, einen Mitvertrag für das FrauenLesbenMädchenZentrum Wien (FZ) mitzuunterschreiben, obwohl das FZ nicht zum WUK gehört und die Frauen des FZ‘ den Leuten vom WUK unvermißverständlich erklärt haben, daß sie diesen Mietvertrag nicht wollen. Sie und ihre UnterstützerInnen protestieren seit geraumer Zeit mit diversen Aktionen gegen diesen Mietvertrag. Das WAS ist mit dem FZ solidarisch und versucht es mit unteschiedlichen Aktionen zu unterstützen. ---- Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien haben nun den Ausnahmezustand der Covid 19-Pandemie mißbraucht, um den Mietvertrag - auch für das FZ! - so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen - in einer Zeit, in der Proteste nur eingeschränkt möglich sind. Ende März haben sie einen vorläufigen Mietvertrag unterschrieben, über den nun noch bei einer WUK-Generalversammlung abgestimmt werden muß.

Die Wut ist groß.

Das FZ hat daraufhin Mitte April einen dritten Offener Brief ans WUK veröffentlicht.

Zur Unterstützung hat das WAS Anfang Mai einen Protestbrief an den WUK-Vorstand geschrieben, welchen ihr unten nachlesen könnt. Wir haben ihn auch bei der kritischen Haus- und Hofversammlung am 2. Mai im WUK- und FZ-Hof verlesen. Die Versammlung wurde übrigens aufgenommen und steht als Radiobeitrag zur Verfügung.

Protest gegen den Mietvertrag mit der Stadt Wien

Sehr geehrter Damen und Herren des WUK-Vorstands!

Wir, das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat, protestieren aufs Schärfste gegen die Unterzeichnung eines Mietvertrages mit der Stadt Wien für das gesamte Gebäude Währinger Straße 59 durch den WUK-Vorstand. Es geht bei unserem Protest gar nicht so sehr um den Vertrag selbst, auch wenn dieser offensichtlich zuungunsten des WUK ist und durch ihn enorme Abhängigkeiten von der Stadt Wien entstehen. All das sind Dinge, die der WUK-Vorstand gerne intern mit den Gruppen des Hauses klären soll, falls jene denn diesem Vertrag wirklich zustimmen.

Vielmehr geht es darum, dass dieser unvorteilhafte Vertrag auch für die Stiege 6 und damit für das FZ FrauenLesbenMädchenZentrum Wien mitunterschrieben wurde. Dabei steht selbst auf der Website des WUK, dass das FZ nicht teil des WUK-Vereins ist. Wie kommen Sie also zu der Annahme, Sie könnten einfach einen Mietvertrag nicht nur über die Köpfe des FZ' hinweg, sondern sogar gegen deren erklärten Widerstand unterschreiben? Das FZ ist seit 1981 Bestandnehmerin der Stiege 6, das heißt es besteht ein Konkludenter Nutzungsvertrag mit der Stadt Wien. Was Sie machen, ist also unberechtigte Verfügung über fremdes Eigentum! Besonders perfide ist dabei zudem, dass Sie den Corona-Ausnahmezustand genutzt haben, um diesen Vertrag durchzudrücken, da Proteste gerade nur erschwert möglich sind. Wir müssen leider feststellen, dass das WUK, das einmal ein wirklich alternatives Zentrum war, sich zu einem Handlanger der Stadt Wien verwandelt hat. Sie tragen die Strategie der Stadt Wien, alternative Räume zu kommerzialisieren, zu befrieden und in existenzbedrohende Abhängigkeiten zu treiben, voll mit, in der Erwartung, daß über fette Subventionen ein paar Krümel dabei für Sie abfallen. Das hat nichts mehr mit der Gründungsidee des WUK, einer Besetzung und Aneignung von Freiräumen, zu tun. Das WUK ist also an seinem Tiefpunkt angekommen. Denken Sie jedoch nicht, dass dieses Vorgehen ohne Proteste bleiben wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Wiener ArbeiterInnen-

https://wiensyndikat.wordpress.com/2020/05/21/protestbrief-an-das-wuk/
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