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(de) berlin.fau: Forderungen an die Universitäten - Kategorien: Bildung HU Berlin Potsdam

Date Wed, 25 Mar 2020 07:44:20 +0200


Neben der Schließung von Kitas und Schulen wurde der Semesterstart an Hochschulen bis auf Weiteres verschoben, Bibliotheken und Mensen wurden geschlossen; die Universitäten arbeiten im Präsenznotbetrieb. Als Betriebsgruppen der FAU an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam sehen wir die Präsidien der HU und UP in der Verantwortung, sicherzustellen, dass daraus keine Nachteile für Hochschulangehörige und extern Beschäftigte entstehen. ---- Um die Verbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, wurden auch an den Universitäten weitreichende Maßnahmen beschlossen: Der Semesterstart wurde verschoben, Bibliotheken, Computerpools und Mensen geschlossen. Unklar ist, wie lange dieser Zustand anhalten wird und welche Folgen daraus für die Betroffenen entstehen.

Um die Verbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, wurden auch an den Universitäten weitreichende Maßnahmen beschlossen: Der Semesterstart wurde verschoben, Bibliotheken, Computerpools und Mensen geschlossen. Unklar ist, wie lange dieser Zustand anhalten wird und welche Folgen daraus für die Betroffenen entstehen.

Sollten diese Einschnitte länger anhalten, sehen unsere Betriebsgruppen der Stadtsektion Potsdam und der Humboldtuniversität zu Berlin die Präsidien der Universitäten in der Verantwortung. Es muss sichergestelt werden, dass daraus keine Nachteile für Universitätsmitglieder und externe Beschäftigte entstehen. Aktuell können sich nicht alle Angehörigen der Universität im Fall von Krankheit oder Quarantäne darauf verlassen, dass ihnen auch in diesen Zeiten der Lohn ausgezahlt wird. Wir solidarisieren uns mit den Genoss*innen der Hochschulgewerkschaft unter_bau, deren Forderungen wir voll unterstützen.

1.) Entlastung für Drittmittelabhängige!
Drittmittelabhängige müssen innerhalb bestimmter Fristen Ergebnisse vorlegen, damit deren Projektförderungen bestehen bleiben. Deshalb stehen diese Personen aktuell unter besonders großem Druck.

-> Wir fordern daher, dass die Universität sich bei allen Geldgebern für eine entsprechende Verlängerung der Förderungen einsetzt und ggf. finanzielle Ausgleichszahlungen an betroffene Mitarbeiter*innen tätigt.

2.) Honorarverträge im Voraus bezahlen!
Unsicherheit besteht auch bei Honorarverträgen, so z.B. bei Lehraufträgen.

-> Wir fordern daher, dass Lehraufträge auf Honorarbasis in jedem Fall ausgezahlt werden, selbst wenn die Lehre nicht oder nur eingeschränkt stattfinden sollte.

3.) Befristungsmoratorium jetzt!
Durch das Auflaufen von befristeten Arbeitsverträgen werden aktuell Unsicherheiten für Beschäftigte verschärft.

-> Wir fordern daher eine Verlängerung aller befristeten Verträge! Die Krise sollte zum Ausgangspunkt werden, auch allgemein die hoche Befristungsquote an der HU zu reduzieren. Entfristung jetzt!

4.) Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Schließzeit nicht auf Befristungsdauer anrechnen!
Personen, die im wissenschaftlichen Mittelbau befristet beschäftigt sind, müssen durch den eingeschränkten Universitätsbetrieb Verzögerungen im Forschungsablauf befürchten. Dies könnte Folgen für die Befristungshöchstdauer aufgrund des WissZeitVG haben.

-> Wir fordern daher, dass die Zeit des eingeschränkten Universitätsbetriebs von der Befristungsdauer nach WissZeitVG ausgenommen wird. Insbesondere für Menschen im letzten sechsten Jahr muss die Befristungszeit schnell verlängert werden können.

5.) eLearning: Vorbereitungszeit ist Arbeitszeit!
Die Umstellung auf eLearning-Programme bedeutet für das Lehrpersonal einen erheblichen Mehraufwand in der Lehrvorbereitung.

-> Wir fordern die entsprechende Entlohnung zusätzlich anfallender Arbeit durch Digitalisierungsmaßnahmen.

6.) Lohnfortzahlung auch für extern Beschäftigte!
Die Sorge vor Lohnausfällen besteht vor allem bei Personen, die nicht direkt an der Universität beschäftigt, aber dennoch von ihren Entscheidungen betroffen sind: Namentlich solche, die über externe Dienstleistungsfirmen bzw. weitere Subunternehmen an der Universität z.B. als Reinigungs- und Sicherheitskräfte arbeiten.

-> Wir fordern daher, dass die Universität die Lohnfortzahlung dieser Menschen sicherstellt, indem sie die Unternehmen, mit denen sie Verträge abgeschlossen hat, dazu verpflichtet, die Lohnfortzahlung auch im Fall einer Weitergabe der Aufträge an Subunternehmen zu gewährleisten.

7.) Studierende: Aussetzung von Prüfungsfristen, Anpassung der Bafög-Anforderungen!
Der Zugang zu Lernmaterialien und Lernorten ist derzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die Schließung von Schulen macht zudem die Durchführung der Praxissemester im Lehramt unmöglich.

-> Wir fordern daher, dass die Prüfungsfristen ausgesetzt und die Bafög-Anforderungen angepasst werden. Falls sich durch den Ausfall oder die Verschiebung einer Prüfung die Studienzeit verlängert, muss die Regelstudienzeit in diesen Fällen um ein Semester verlängert werden. Gemeinsam mit der Landesregierung müssen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, um entfallene Praxissemester nachzuholen.

8.) Kinderbetreuung: Flexibler Umgang im Sinne der Beschäftigten!
Bereits jetzt sind Hochschulangehörige mit Kindern besonders belastet, da Kitas und Schulen geschlossen werden.

-> Wir fordern daher, dass die Möglichkeiten des Home Office für Menschen mit Sorgeaufgaben ohne bürokratischen Aufwand so weit wie möglich erleichtert werden. Die Betreuung von Kindern aufgrund von Kita- und Schulschließungen sollte nicht über unbezahlten oder regulären Urlaub geregelt werden müssen.

-> Arbeitsrechtliche Fragen und Antworten

-> Kontakt zu Deiner Betriebsgruppe (HU): faub-huberlin@fau.org

-> Kontakt zu Deiner Betriebsgruppe (UP): faub-potsdam@fau.org

https://berlin.fau.org/news/forderungen-an-die-universitaeten
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